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Was ist Star Trek?

Wer hat nicht schon einmal die Worte "To boldly go..." gesehen. Der ganze Satz lautet: "To boldly go where no one has gone before" und beschreibt am besten den Geist von Star Trek. Mehr noch als alles andere ist Star Trek die Geschichte von mutigen Pionieren, die mit besten Absichten ins Unbekannte aufbrechen, um zu forschen, zu erleben, und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sie begegnen fremden Zivilisationen mit Respekt und Hilfsbereitschaft und müssen dabei natürlich feststellen, dass nicht jedes Volk der Galaxis diese Ansichten teilt.

Wie alles andere auch begann Star Trek als eine Idee. "Was wäre, wenn die Menschheit ihre Differenzen auflösen und gemeinsam in ihre Zukunft
gehen könnte?" So oder ähnlich begann Star Trek im Geiste von Gene Roddenberry. Er nahm die besten Eigenschaften der Menschen, und er traute ihnen zu, dass sie ihre niederen Instinkte überwinden würden. Geeint trat die Menschheit in ein neues Zeitalter und erreichte die Sterne. Doch Star Trek ist noch mehr. Nachdem sie den ersten überlichtschnellen Antrieb entwickelten, trafen die Menschen auf die Vulkanier und wurden so ein Teil der raumfahrenden Zivilisation. Und hier entfaltet Star Trek sein wahres Potential, denn es geht nicht nur um die Menschen unter sich. Wie sehen andere, fremde Zivilisationen und Rassen aus? Was sind ihre moralischen und ethischen Werte? Wie stehen sie "außerirdischen" gegenüber? All diese Fragen werden beleuchtet, und der Zuschauer findet sich nicht nur bereichert dadurch, dass er die Menschen geeint sieht, sondern auch dadurch, dass er diese außerirdichschen Rassen akzeptiert und sich vorzustellen beginnt, dass nicht alle Wesen, oder sogar alle Menschen, seine Ansichten teilen, von denen er bislang dachte, dass sie allgemeingültig wären.

Star Trek ist "diversity embraced", also die Akzeptanz der Tatsache, dass alles unterschiedlich ist und dass man daraus lernen kann. Obwohl alles im Geiste von Menschen entstand, fühlt man sich inmitten von völlig fremden Wesen, und läßt man sich darauf ein, dann schwindet auch die typische Ablehnung, die man den meisten dieser Rassen gegenüber vielleicht anfänglich gefühlt haben mag, denn man lernt sie nicht nur als Gegner und Bösewicht kennen, sondern als eigenständige Wesen mit eigenen Wünschen und Ängsten, und das macht sie bei aller Fremdheit doch irgendwie "menschlich".

Star Trek ist also nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein wichtiger Baustein für weltweites Akzeptieren dessen, was anders ist. Heute sind wir Menschen trotz aller, die sich immer noch vor fremden, unbekannten Dingen fürchten, viel weiter als noch vor 40 Jahren. Wo es damals undenkbar war, dass Frauen in führenden Rollen sitzen und Afro-Amerikaner zusammen mit Chinesen und anderen Nationalitäten Hand in Hand arbeiten, so ist dies heutzutage kein Staunen, kein Kopfschütteln mehr wert. Das ist Star Trek.






gotm